Mittwoch, 27.09.2000

Zum zweiten Mal haben wir den "Araberstrand" (Mangapwani) besucht. Die Anfahrt war im wahrsten Sinne des Wortes beschwerlich. Nachdem wir endlich ein Daladala der Linie 2 erspäht und das Vehikel bestiegen hatten, passierte eine Stunde mehr oder weniger gar nichts. Wir fuhren zwar zweimal durch die Stadt, um Leute und Gepäck auf- oder abzuladen, aber es war wieder mal kein System zu erkennen, und die erwähnte Stunde später stand das Daladala fünf Meter hinter dem Ort, von dem wir ursprünglich losgefahren waren.

Die Stunde wurde wie folgt aufgeteilt:

  • Auf den Fahrer warten, der irgendwo stand und Zeitung las (50%)
  • Ladung auf das Dach verladen oder wieder abladen (30%)
  • Leute zusammentrommeln, um das große Daladala (zum Schluß über 60 Fahrgäste) zu füllen (15%)
  • Ziellos durch die Stadt fahren (5%)

Die eigentliche Fahrt, die etwa eine Dreiviertelstunde dauerte, war ebenfalls nicht sehr angenehm, da wir ja schon seit über einer Stunde in den "Bus" gequetscht und von Gepäck umringt saßen. Die Fahrbewegung sorgte zusätzlich dafür, daß weder mein Hintern die Sitzbank, noch mein Rücken das Geländer, an das er angelehnt war, je vergessen werden. Außerdem hatte eine reizende Dame, die in einer Reihe neben uns saß, mein Knie aufgrund der Platzenge als angenehme Armablage entdeckt. Wirklich gemütlich...

Der Tag am Strand war wie erwartet schön, besonders deshalb, weil wir uns Schnorchel und Schwimmflossen ausgeliehen hatten. Zurück zum Hotel fuhren wir dann wieder in angenehmster Weise mit dem vorhandenen Nobel-Daladala, das diesmal auch ohne Nachhilfe an der richtigen Stelle hielt. Es geht doch...

Abends sind wir nach Stonetown gefahren und haben in einem vegetarischen Restaurant gespeist. Das Essen hatte deutlich indischen Einschlag und war außerordentlich gut. Es gab eine Karte mit zehn Gerichten und einen Probierteller, den wir bestellt haben. Etwas später saßen wir vor einem Metalltablett, auf dem Kostproben aller zehn oben erwähnten Gerichte angerichtet waren. Besonders hervorheben muß ich die scharfe Joghurtsuppe - die Vorstellung einer solchen Suppe ist vielleicht unangenehm, um so leckerer war aber das Ergebnis. Nach dem Essen waren wir pappsatt, auch wenn Lippen und Mundhöhle ziemlich brannten.